Marinearsenal: Der Arbeitskreis „Sicherheit“ der SPD fühlt sich rehabilitiert!
War noch Anfang der Woche die Aussage zur Privatisierung des Marinearsenal vom Bundestagsabgeordneten Kammer als Sommerlochfüller und unnötige Verängstigung der Beschäftigten abgetan, hat sich nun das Gegenteil herauskristallisiert.
Gleich von mehreren Seiten kam die Bestätigung, dass das Verteidigungsministerium und Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung ihren Blick in Richtung Privatisierung der Arsenalbetriebe geworfen hat.
Unsere Aufgabe ist es, die Öffentlichkeit frühzeitig auf die Entwürfe der vorgesetzten Behörden aufmerksam zu machen und mit allem Nachdruck für den Erhalt des Marinearsenals in ihrer jetzigen Form zu kämpfen. Es kann und darf nicht angehen, dass in unserer strukturschwachen Region weitere Arbeitsplätze dem Rotstrich zum Opfer fallen. „Auch die Aussagen von Staatssekretär Kossendey sind unangemessen“, sagte Oberbürgermeisterkandidat Thomas Städtler. „Wie kann er angesichts der Überlegungen im CDU-geführten Bundesministerium der Verteidigung davon reden, dass es im jetzigen Stadium keinen Anlass für berechtigte Sorgen gäbe? Dies grenzt schon an Zynismus und zeigt ein mangelndes Bekenntnis zur Region. Er sollte sich besser parteiübergreifend für eine aktive Interessenwahrnehmung zum vollständigen Erhalt des Marinearsenals einsetzen, anstatt den zu Recht besorgten Beschäftigten quasi zu verbieten, sich eigene Gedanken zu machen“, so Thomas Städtler und der SPD-Kreisverbandsvorsitzende Volker Block, die Howard Jacques und dem Arbeitskreis „Sicherheit“ für ihre vorausschauende und engagierte Arbeit dankten.
Wie schon berichtet, würde die Vergabe der originären Aufgaben des Marinearsenal in die Industrie, mit Sicherheit die Arbeit in Wilhelmshaven nicht halten können.
Haben doch die Interessenten ihre Werke an ihren Stammsitzen die mit Sicherheit nicht in Wilhelmshaven liegen.
Einmal mehr sehen wir uns als Vertreter der Beschäftigten dieses Gedankengut im Keim zu ersticken, um für Wilhelmshaven einen weiteren Verlust von Arbeitsplätzen und Kaufkraft zu vermeiden.
Alle reden von der Einbindung des Bürgers in die Entscheidungen der Wilhelmshavener Politik, wir pflegen es!
Für den „AK Sicherheit“ der SPD Howard Jacques
Hände weg vom Arsenal
die Konzept- und Hilflosigkeit der CDU wieder, so der Kreisverbandsvorsitzende Volker Block
Meint denn die CDU Wilhelmshaven ernsthaft das wir Sozialdemokraten die Menschen unnötig vor Ort beunruhigen würden, wenn die Lage nicht so
ausgesprochen ernst wäre? Der Sprecher des Arbeitskreises, Howard Jacques: “Hier geht es um Menschen und Arbeitsplätze, so was kann und darf
man nicht erfinden!“
Es ist eine Unverschämtheit von Felbier und Kammer die Menschen vor Ort in trügerische Sicherheit zu wiegeln, um sie dann im Oktober vor vollendeten
Tatsachen zu stellen. Das Marinearsenal ist in ernsthafter Gefahr und wir Sozialdemokraten werden eine Privatisierung nicht zulassen.
Wir werden mit den Menschen vor Ort für unser Marinearsenal und den damit verbundenen Arbeitsplätzen kämpfen.
Die Wilhelmshavener CDU und ihr OB-Kandidat sollten endlich damit aufhören, bunte Bildchen zu verteilen und sich den Realitäten widmen.
Mit Wettbügeln kommen wir da nicht weiter, so Block abschließend.
KV Vorsitzender der SPD Wilhelmshaven Volker Block
AK Sprecher der SPD Wilhelmshaven, Howard Jacques
Marinearsenal in höchster Gefahr!
So konnte die Führung des BWB ohne Mitwissen der Verantwortlichen im nachgeordneten Bereich Strukturveränderungen vorschlagen. Für das Marinearsenal würden diese Vorschläge bedeuten, die Betriebe in Wilhelmshaven und Kiel zu schließen. Das wiederum würde ein Personalabbau von ca. 1 400 Beschäftigte nach sich ziehen.
Alternativ wurde vorgeschlagen, den Betrieb Kiel um ca. 250 Dienstposten und den Betrieb Wilhelmshaven um ca. 300 Dienstposten zu reduzieren.
Bei beiden Vorschlägen würde die Zentrale in Wilhelmshaven einen geringfügigen Zuwachs an Beamten erfahren. D. h. fast alle wegfallenden Dienstposten betreffen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
Weiterhin ist eine Privatisierung der sog. Rüstungsflotte angedacht. Dies beträfe auch die Schwimmkräne „Griep“ in Wilhelmshaven und „Hiev“ in Kiel.
Bei den schon heute bekannten Reformansätzen der Ministers fallen ebenfalls die Dienstposten der Personal bearbeitenden Stelle weg.
Fakt ist, es wird ein Marinearsenal wie wir es heute kennen, – z.B. am Tag der offenen Tür zum Wochenende an der Jade – dann nicht mehr geben.
Es entsteht ein reiner Vergabebetrieb, deren wirtschaftliche Leistung, nicht wie vielleicht von einigen Politikern erhofft, Steuergelder in das städtische Stadtsäckel fließen lässt. Erfahrungsgemäß gehen solche Aufträge zum Großteil in die südliche Region der Republik.
Von der Kaufkraft der ehemaligen Marinearsenal Mitarbeiter (ca. 60 Mio. Euro!) wird Wilhelmshaven nicht mehr profitieren können.
Für den Arbeitskreis, Howard Jacques


