Verkehrspolitik in Rüstersiel
Vorgetragen durch den Ortsvereinsvorsitzenden, Rolf Hossfeld, wurden die Felder Schülertransport, Nahverkehrsanbindung und Verkehrsberuhigung angesprochen.
Hinsichtlich des Schülertransportes wurde festgestellt, dass die Ganztagsschule Rüstersiel über einen großen Einzugsbereich verfügt.
Aus nahezu allen Stadtteilen, insbesondere aber aus den nördlichen und westlichen, wird die Schule in Rüstersiel besucht.
Zu bemängeln sei dabei die Beförderung der Schüler mit geeigneten Schulbussen.
Am Beispiel eines Schülers aus dem Maadebogen zeigte Ortsvereinsvorsitzender Rolf Hossfeld dabei den Weg und Zeitplan auf, der von den Kindern ab der 3. Klasse zurückzulegen ist.
Um rechtzeitig zum Unterricht zu gelangen, hieße es für ein 8-jähriges Kind einer 3.Klasse, gegen 6:50 Uhr die Wohnung zu verlassen, um gegen 8:10 Uhr an der Schule anzukommen. Dabei muss drei Mal umgestiegen und bis zu 20 Minuten an einigen Umsteigeplätzen auf den Anschlussbus gewartet werden. Dieses, so der Ortsvereinsvorsitzende ist für ein Kind mit dem Recht auf einen kurzen und sicheren, angstfreien Schulweg nicht vereinbar. Eine Situation, dem sich unbedingt der Schulausschuss der Stadt annehmen sollte, um hier für Abhilfe zu sorgen.
Ein weiterer Punkt war die Anbindung an das Öffentliche Verkehrsnetz.
Im Laufe der Jahre hat der Ortsteil Rüstersiel sich um mehr als das Doppelte in der Einwohnerzahl entwickelt. Die Ausdehnung erfolgte insbesondere in den Bereich des ehemaligen Hochschuldorfes. Um aus dem Randbereich Rüstersiels an den nächsten Haltepunkt zu gelangen, ist mehr als ein halbe Stunde Fußweg erforderlich. Unter Beachtung des demographischen Wandels des älter werden der Bevölkerung und nicht vorhandener Versorgungseinrichtungen zum täglichen Bedarf in diesem Stadtteil, ist dieses nicht hinnehmbar. Ein entsprechender Antrag ist bereits an die Fraktion der SPD im Rat der Stadt gegangen, eine Entscheidung in den entsprechenden Gremien bisher aber nicht erfolgt.
Aber auch dem „Schilderwald“ in Rüstersiel sollte der Garaus gemacht werden.
Die Zufahrt zum Ortsteil Rüstersiel erfolgt über drei Straßen, in eine sog. „Dreiziger Zone“. Hier sollte unbedingt eine „Rodung“ des Schilderwaldes vorgenommen werden. Völlig unübersichtlich, so Hossfeld, ist dabei die Flut- und der Übergang zur Waage- und Rüstersieler Straße. An fast jeder Kreuzung herrschen andere Regelungen, die bereits zu Unfällen und beinahe Zusammenstößen geführt haben. Hier schlägt der Ortsverein vor, den Grundsatz der Rechts- vor Linksverkehre gelten zu lassen, mit einem deutlichen Hinweis am Stadtteileingang. Wobei die Schulhinweise und der einzige Fußgängerüberweg weiterhin gekennzeichnet werden sollten.
Für diesen Teil der Verkehrspolitik ist beabsichtigt, bei einer der nächsten Zusammenkünfte, den Rat von Seiten der Polizei und Verkehrsplaner einzuholen.
SPD Rüstersiel: Ziele erreicht!
Eingeladen hatte der Vorstand zu einer Jahresabschlussveranstaltung ins „Kreuzelwerk“, um nicht nur in gemütlicher Runde das Jahr 2011 ausklingen zu lassen, sondern auch Dank zu sagen an die Mitglieder, die über viele Jahre der SPD die Treue gehalten und sich aktiv in die Arbeit des Ortsvereins eingebracht haben.
Erfreulich ist man in Rüstersiel, dass nach jahrelanger erfolgreicher Politik für den Stadtteil, durch Hans Gabriels, der nicht wieder für den Rat der Stadt kandidiert hat, der Stadtteil Rüstersiel nunmehr durch seinen Nachfolger, Peter Debring, vertreten wird.
Auf ein weiteres positives Ergebnis kann der Ortsverein der SPD, so Rolf Hossfeld, verweisen, indem man sich dem Ansinnen des Rüstersielers Werner Delor, zur Deichsicherung politisch angenommen habe. Umfangreicher Schriftwechsel mit dem Staatssekretär im Ministerium für Verteidigung, Thomas Kossendey, sowie zur Rate gezogene Gutachten, haben schließlich dazu geführt, dass auf der letzten Ratssitzung des Jahres 2011, eine gemeinsame Resolution zur Deichsicherung aller Ratsvertreter, mit der Ausnahme des FDP Ratsherrn, nunmehr auf den Weg gebracht wurde.
Ein Wunsch allerdings gebe es noch zu erfüllen. Und dieses sei die Verkehrsberuhigung im Stadtteil Rüstersiel. Obgleich in ganz Rüstersiel die „Dreiziger Zone“ ausgewiesen ist, wird oft von den Verkehrsteilnehmern dieses Limit überschritten. Einbezogen müssen dabei auch die unübersichtlichen Vorfahrtsregelungen Rüstersieler- / Flutstraße, die in einigen Bereichen mal Vorfahrt haben und diese an der nächsten Ecke wieder nicht gelten.
Mit viel weihnachtlicher Lyrik nahm der Abend, bei Kerzenschein, seinen abschließenden Verlauf.
Dieter Gehrken

